Während ich diese Zeilen hier schreibe, sitzen wir gerade in unserem Auto mitten im Wald der österreichischen Alpen, nur wenige Kilometer von der slowenischen Grenze entfernt. Zum Abendessen gab es heute nur eine warme Suppe auf die Schnelle.
Heute war unser erster richtiger Reisetag und das Gefühl auf dem Weg nach Afrika zu sein steigt endlich in uns hoch. Der erste Tag auf der Strasse und das erste Busch-Campen. Wir haben die Autobahn verlassen, sind durch ein paar kleine Dörfer auf immer engere und kurvenreichere Strassen gefahren. Nach dem letzten Haus hat das GPS nur noch eine gepunktete Linie angezeigt, dann gings noch einen Kilometer in den Wald. Jetzt ist es rabenschwarz, Mucksmäuschen still und es gibt nichts als hohe Bäume und viel viel Schnee um uns herum. Es ist -9 draußen und gemütliche 14 Grad im Auto. Wir wollen morgen ganz früh aufbrechen, um über den Loiblpass nach Slowenien zu fahren. Hoffentlich können wir ein paar schöne Bilder vom Sonnenaufgang machen.
Das sieht doch aus wie ein guter Schlafplatz ...
Gemütliche Nacht bei -9 Grad
Heute war nicht der erste Tag, an dem ich die Alpen gesehen habe, aber das letzte Mal war ich gerade mal 2 Jahre alt. Deshalb war der Tag ein großartiges Erlebnis für mich. Von München kommend in Richtung Salzburg dachte ich zuerst auf den Horizont zu schauen. Der Tag war sonnig aber etwas neblig und plötzlich habe ich ein paar seltsam erscheinende Wolken gesehen. Nach ein paar Sekunden habe ich aber gemerkt, dass das die Spitzen der Alpen waren, die das Sonnenlicht auffangen und plötzlich tat sich vor uns ein riesiger Berg auf. Zu denken, dass man auf eine flache Landschaft schaut und dann plötzlich eine Milliarde Tonnen von Stein vor sich zu haben ist wirklich ein wahnsinniges Erlebnis. Wir sind den ganzen Tag durch die Alpen gefahren – mit einer Aussicht atemberaubender als die andere. Als wir diese Reise geplant haben, hätte ich nie gedacht, dass uns die Route einmal durch eine von Europas schönste Landschaft führen wird. Das war wirklich unser erster Reisetag.