Das frühe Aufstehen war kein Problem. Es war die erste Nacht in meinem Leben, in der ich mir gewünscht habe, sie würde schon um ein Uhr nachts enden. Im Auto ging ein eisiger Zug durch, so dass am nächsten Morgen die Innenwände gefroren waren. Die Decken, die wir am Abend noch über unsere Schlafsäcke legten rutschen über Nacht weg, so dass die Kälte direkt über unsere nur für Afrika ausgelegten Daunen kroch.
Um sechs Uhr morgens starteten wir bei dichtem Nebel und eisiger Kälte das Auto und machten uns auf den Weg in Richtung Loiblpass, wo wir oben ein Frühstück und den Sonnenaufgang geniessen wollten. Leider war die Strasse so kurvig und steil, dass sich keine richtige Möglichkeit bot anzuhalten, um die Aussicht zu geniessen. Daher waren wir auch recht flott auf die Spitze des Berges geschlichen, wo uns ein freundlicher aber noch etwas verschlafener slowenischer Grenzbeamter durchwinkte.
nächste Kurve scharf rechts, 175 Grad, 12% Steigung,dann 100m geradeaus und scharf links ...
Beim Abstieg durch die nun slowenischen Berge lag die Landschaft wunderschön eingedeckt im morgendlichen Nebel, durch den so langsam die Sonne sich durchdrückte. Unser erstes Frühstück gabs bei Sonnenschein am Strassenrand mit Blick auf das verschneite Slowenien. Herrlich, endlich mal wieder unterwegs zu sein, draussen zu leben und eigentlich nicht zu wissen, was einen in den nächsten Monaten erwarten wird.
Willkommen Slowenien!
Es geht nichts über ein morgendliches Frühstück in den Alpen.
Da wir so früh schon auf den Beinen waren und keinen Zeitdruck mehr verspürten, fanden wir es eine gute Gelegenheit in Ljubljana, der nächst grösseren Stadt unsere Webseite zu aktualisieren. Schliesslich wollen wir Euch ja auf dem Laufenden halten, richtig?! Das mal kurze aktualisieren wandelte sich zu einem ausgiebigen Café Besuch mit Texte schreiben und Bilder sortieren und einem kleinen Spaziergang durch Ljubljana.
Ljubljana ist eine wunderschöne Stadt. Es war mein erstes Mal in Slowenien und ich muss sagen, dass ich diese Stadt sehr empfehlen kann. Zwar war unser Besuch sehr kurz, doch die Stadt hat mir sehr gut gefallen, die alten und barocken Gebäude in der Innenstadt sind alle sehr schön hergerichtet, die Menschen sind sehr freundlich und - es gibt sehr viele hübsche Frauen. Aber definitiv werde ich das nächste Mal Ljubljana in einem Sommer besuchen, wenn die Motivation und die Temperatur höher ist, sich die Stadt an zu schauen ... von den sechs Stunden slowenische Hauptstadt waren wir zusätzlich die meiste Zeit damit beschäftigt, die Webseite im Café Promenade und im Internet Cafe zu aktualisieren (wo es auch um einiges wärmer war, als in unserem Auto). Gegen 17.00 Uhr mussten wir uns dann auch schleunigst auf den Weg machen, denn wir wollten noch in Richtung Zagreb weiterfahren, um dort in der Nähe einen
Schlafplatz finden.
Ljubljana präsentiert sich im herrlichen Winterkleid.
Wieder vor der nächsten Landesgrenze und bei einem Ort mit einem nahezu unaussprechbaren Namen verließen wir die Autobahn und schlugen in einen Feldweg ein, der uns auf ein fantastisch erleuchtetes Feld führte. Etwas geschützt hinter Hecken entschieden wir unser Lager auf zu schlagen. Von der Ferne waren skurrile Lichter von einer Therme und eines Parkplatzes durch den Nebel zu sehen, die uns eine noch skurrilere Kulisse für ein abendliches Foto-shooting boten (siehe Galerie)
Zum Glück scheint es heute Nacht nicht so kalt zu werden. Wir machen einen zweiten Versuch. Der hintere Raum ist so gut es geht mit unseren Taschen von den Vordersitzen her abgeschottet, damit die kalte Luft etwas abgehalten wird. Ich werde mich nun schlafen legen und der Kälte trotzen - nur die Harten in den Garten! Gute Nacht.