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2007-01-09
 
 
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Durch den verschneiten Balkan

zeit: 2006-02-06
pos: sofia, bulgarien
autor: frank



 
Herzlichen Dank an:
Kapitel
Kenya - the sweet part
2006-11-02


Nordkenia - der Härtetest
2006-05-21


You, you, you - give me money!
2006-04-15


Sudan - very "sandily"
2006-03-22


Aegypten - zwischen tempeln und polizeikontrollen
2006-03-19


Welcome to Jordan!
2006-03-06


Freunde in Syrien!
2006-02-22


Durch die Türkei
2006-02-16


Unser Landy wird repariert
2006-02-14


Stecknadelsuche
2006-02-09


Türkischer Verkehr
2006-02-08


Am äusserern Rand von Europa
2006-02-07


Durch den verschneiten Balkan
2006-02-06


Vom Loiblpass bis nach Kroatien
2006-02-04


Erstes Buschcamping - slowenische Grenze
2006-02-03


Ab nach Afrika!
2006-02-02


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Kroatien bietet viel Natur und zeigt sich im Sommer sicherlich von einer viel attraktiveren Seite. Von der Autobahn aus bietet sich einem nichts als Felder und Wälder in einem monotonen eher tristen braungrau. Da wir von der Autobahn aus so gut wie keine Dörfer erblicken konnten, machten wir einen Abstecher und versuchten unser Glück abseits der Strasse, um einen Eindruck vom kroatischen Landleben zu bekommen. Die wenigen Menschen, die in dem Dorf unterwegs waren, schienen sehr skeptisch zu sein. Das Restaurant mit dem Hinweis auf Pizza und mehr stellten sich leider als unbeleuchtete Kneipe heraus, in der es keine Pizza und auch sonst Essen gab. Schade, denn wir hätten gerne einen Eindruck auch von den Menschen bekommen.
Hier und in den anderen Gebieten in Kroatien wird sehr viel gebaut. Viele der Häuser sind halb fertig, aber im unteren Stock schon bewohnt, was uns zu der Vermutung führt, dass es vielleicht steuerliche Vergünstigungen gibt, wenn man baut und die Menschen deshalb ihr Haus in einem Bauzustand halten??


bored Staffe

gut, dass wir den Autopiloten haben..

croatian tax saving

kroatische ländliche Gegend

Nach zwei kalten Nächten im Auto beschlossen wir zur Abwechslung in Belgrad ein Hostel auf zu suchen. Das Stadtbild lässt noch sehr gut Überreste vom Krieg erkennen. Auf dem Weg in die Innenstadt passieren wir ein paar Gebäude mit Überresten von Bombeneinschlägen.  Das Stadtbild im Zentrum ist geprägt von grauen und monumentalen Gebäuden im sozialistischen Stil. Die Luft ist behängt mit einem angenehmen Kohlengeruch, der mich an Berlin erinnert. Im Stadtbild findet sich ein Mix aus ehemals sowjetischem und zugleich westlichem Stil. In der Fußgängerzone findet man dieselben Markenläden wie bei uns und zugleich kleine originelle Läden, was einen schönen Mix bildet. Doch der Trend ist klar und geht offensichtlich in Richtung westlichen Standard. Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren sehr freundlich und wie es schien noch nicht sehr an Touristen gewöhnt. Definitiv kann man sehen, dass sich hier ein paar Jahren noch einiges tun wird.


bombed belgrade house

Überreste des Krieges.

Am nächsten Tag wollten wir wieder früh los, um nach Sofia zu kommen. Von einem Trucker und einem Mann an einer kroatischen Tankstelle haben wir erfahren, dass der Weg nach und durch Bulgarien nicht 100% sicher ist. Da wir nicht sicher sagen konnten, ob diese Information stimmte, wollten wir so früh wie möglich nach Sofia. Des Weiteren wussten wir nicht, wie die Strecke über die bulgarische Grenze aussehen wird.
Letzen Endes fuhren wir in starkem Schneetreiben Richtung Bulgarien. Die Autobahn ist nur bis Nis ausgebaut, danach fährt man auf der Landstrasse. Vor Nis mussten wir noch eine 25km lange Umleitung durch die Pampa fahren, die uns auf Wegen mit bis zu 12% Steigung führte. Zum Glück waren wir nicht das langsamste Auto.
Der Grenzübetritt nach Bulgarien war in 40 Minuten passé. Seltsamerweise mussten wir 5 Euro für eine Autodesinfektion zahlen, die am Ende gar nicht statt gefunden hat!
Nach der Grenze sind es noch 57 km bis nach Sofia. Die Fahrt ging durch dichtes Schneetreiben im Konvoi durch die Dunkelheit. Da wir den Banditen-Flo im Ohr sitzen hatten, war die Stimmung etwas angespannt und wir hofften bald und sicher in Sofia anzukommen. Ein bulgarisches Auto vor uns, das sich an unser Tempo anpasste, schien uns in gewisser Weise nach Sofia zu geleiten, wofür wir sehr dankbar sind.

Gut angekommen, sind wir jetzt in Sofia im Hostel und im tiefsten Winter. Wir hatten inzwischen von den Vorkommnissen in Syrien mitbekommen und haben beschlossen deshalb noch einen Tag in Sofia dran zu hängen, um die Lage besser einschätzen zu können. Ausserdem sind wir von hier noch flexibler die Reiseroute eventuell zu ändern.


sofia parking guard

Nach 15-minütiger Versuch die Parkgebühren von 6 leva zu verstehen, waren beide glücklich


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