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Unser schwedischer Land Rover und andere Neuigkeiten

zeit: 2005-10-05
pos: getmossen, schweden
autor: staffan



 
Herzlichen Dank an:
Kapitel
Sally's new clothes - part 2
2006-02-01


Sally's new clothes
2006-01-19


Gesucht und gefunden - Sponsoren
2006-01-18


Unser schwedischer Land Rover und andere Neuigkeiten
2005-10-05


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2005-01-12


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Wie ihr wahrscheinlich an unserem Countdown Zähler in der oberen rechten Ecke gemerkt habt, haben wir unsere Abfahrt um drei Monate verschieben müssen. Der Grund dafür sind der kürzliche Abschluss unserer Studien und die Finanzierung des Projekts, die leider noch einige Lücken aufweist. Frank wird sich um diese Löcher aber nun zu 100% widmen.

Die letzte heiße Planungsphase ist also nun im Rollen und wir sind überzeugt, dass wir bis 20. Januar alles geregelt haben und auf dem Weg gegen Süden sein werden.

Im Mai habe ich mein Master of Fine Arts bekommen und als Projekt ein Dach-Zelt für Autoexpeditionen entwickelt. Ich möchte denen danken, die mich mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützt haben und die damit zu meinem erfolgreichen Abschluss beigetragen haben. Im Moment bin ich noch in Verhandlungen mit einer südafrikanischen Firma über die Rechte an dem Projekt. Wir werden hoffentlich bald zu einer Einigung kommen und das Projekt realisieren. Es ist aber immer noch ein langer Weg bis dahin.

Frank ist seit einer Woche Diplom Designer. Er hat sich ebenfalls mit dem Thema Autoexpeditionen beschäftigt. Sein Fokus lag in der Entwicklung einer neuen Expeditions Küche. In Zusammenarbeit mit der Firma PRIMUS hat er hervorragende Arbeit geleistet. Auch hier sind weitere Verhandlungen im Gange. Der Prototyp wird uns selbstverständlich auf unserer Reise begleiten und im afrikanischen Busch ausgiebig getestet werden. Frank hat sehr viel Informationen und Anregungen von anderen Reisenden bekommen, denen er hier an dieser Stelle herzlich danken möchte. Die Küche werdet ihr dann bald im Einsatz sehen können.

Unser geliebter Land Rover ist nun offiziell als schwedischer Kleinlaster angemeldet und trägt das exotische und Abenteuer versprechende Nummernschild XJW 200. Jetzt werden wir uns an die schöne Aufgabe machen können das Interior nach unseren Bedürfnissen einzurichten. Eine Aufgabe, die jedem Industrial Designer das Herz höher schlagen läßt. Auch hierbei werden wir Euch in Kürze teilhaben lassen. Also schaut wieder vorbei.
Check out the Globetrotter-beard!

Frank und ich haben inzwischen einige Nadeleinstiche auf unseren Armen zu verzeichnen. Der Grund hierfür ist aber weder bei mutierten schwedischen Mosquitos zu suchen, noch in einer aufgetretenen Heroinsucht. Nein, es sind lediglich die Nebenerscheinungen der ganzen Impfungen, die wir in der letzten Zeit über uns haben ergehen lassen müssen, um für sämtliche Bösen Viren und Erreger in Afrika gewappnet zu sein. Tollwut, Tuberculose, Gelbfieber, Cholera und gegen was man sich sonst noch so schützen kann - das ganze Menü eben. Es ist nicht gerade eine tolle Erfahrung, aber nun habe ich das seltsame Gefühl unsterblich zu sein. Ich esse ungewaschenen Salat und halbrohes Hühnchen mit der verstärkten berzeugung, dass es mich bestimmt irgendwann doch erwischt - heimlich und hinterrücks.

Eine Entscheidung, die wir bisher noch vor uns her geschoben haben wurde gefällt. Wir haben uns nun für die Ostroute (alternative 3) entschieden und zwar vor allem aufgrund der immernoch schwierigen politischen Situation in Darfur im Sudan. Damit mussten wir leider unseren ursprünglichen Plan über Westafrika fallen lassen. Es gab noch andere mögliche Routen, aber da unser Hauptziel schließlich Kibera ist, denken wir, dass der Weg durch den Osten trotzdem sehr viele Eindrücke und Erfahrungen bieten wird.

Durch unsere lange Planungsphase, die wir schon hinter uns haben, ist es nun doch irgendwie schwierig zu verstehen, dass wir nun in 90 Tagen wirklich fahren werden. Wir beginnen langsam zu realisieren, dass wir bald für ein Jahr lang eine 120cm Matratze teilen werden. Ob dabei ungeahnte klaustrophobische Neigungen hervortreten wird sich zeigen. Frank ist allerdings schon etwas besorgt wegen meines Schnarchens. Obwohl ich schon versuche ihn zu beruhigen und ihm sage, dass er sich schon daran gewöhnen wird - irgendwie scheint ihn das nicht so ganz zu überzeugen...

Inzwischen können wir es kaum noch erwarten die Reise und vor allem das Projekt in Kibera anzupacken. Wir haben uns inzwischen gut auf unser Design Projekt vorbereitet und freuen uns auf die Arbeit in Kenia.

Wir können nun auch regelmäßigere updates ankündigen, je näher es auf das Abfahrtsdatum zu geht und wir hoffen, dass ihr sie mit genauso viel Aufregung lesen werdet wie wir!

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