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Der Landy

zeit: 2004-05-11
pos: chelmsford, england
autor: staffan



 
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Sally's new clothes - part 2
2006-02-01


Sally's new clothes
2006-01-19


Gesucht und gefunden - Sponsoren
2006-01-18


Unser schwedischer Land Rover und andere Neuigkeiten
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Der Landy
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Als ob das Schicksal wirklich wollte, dass wir uns auf diese Reise begeben, stieß ich am Tag nach meinem Treffen mit Salim und Niklas auf eine Anzeige auf einer britischen Gebrauchtwagenseite im Internet, in der ein expeditionsfertiger Land Rover 110 zu einem erschwinglichen Preis angeboten wurde. Wir hatten diese Seite schon seit Monaten unter Beobachtung, um nach einem geeigneten Auto für die Reise zu schauen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren allerdings alle Angebote außerhalb unseres Preislimits gewesen oder nicht geeignet genug für solch eine Reise. Ein kurzer Anruf bei dem Besitzer und es stellte sich heraus, dass das Auto komplett für eine Reise wie unsere ausgerüstet war und immer noch zum Verkauf stand. Eine zusätzlich überzeugende Tatsache war, dass das Auto in Chelmsford stand, nur eine halbe Stunde von Stansted entfernt, dem Flughafen auf dem ich zwei Tage später einen Zwischenstop auf meinem Rückweg nach Düsseldorf hatte.

(Zum besseren Verständnis: Ich lebe zurzeit in Düsseldorf, Deutschland und war zu dem Zeitpunkt in meinem Heimatland Schweden, um mich mit Salim Mohammed aus Kenia zu treffen, der gerade in Schweden zu Besuch war.)

Ich verlegte meinen Flug, um mehr Zeit zu gewinnen und flog nach England, um mich mit Dave Scott und seiner Frau Penny zu treffen, die gerade von einer Afrika Reise, wie wir sie vorhaben, zurückkamen. Sie waren äußerst nett und hilfsbereit und das Auto erwies sich als genau das, was wir uns erhofft hatten. Nach einem 5 Minuten Telefonat mit Frank entschlossen wir also das Geschäft zu tätigen.

Ein Auto in England zu kaufen stellte sich als nicht wirklich einfach heraus, wenn man dort keinen Wohnsitz hat und ich möchte mich bei Dave’s gesamter Familie herzlich bedanken, die mich nicht nur für eine Nacht aufnahmen, sondern auch jeden mobilisierten, den sie kannten, um für mich die richtigen Papiere zu bekommen, um das Auto exportieren zu können. Ich wünschte mehr Menschen hätten diese Einstellung gegenüber Fremden, die Hilfe benötigen. Ich möchte mich auch bei meiner Schwester Åse bedanken, die ebenfalls eine wichtige Rolle bei diesem Kauf spielte.

Selbst mit der besten Hilfe der Welt war die mir zur Verfügung stehenden 24 Stunden nicht genug, um alle notwendigen Papiere fertig zu bekommen, weshalb ich England ohne das Auto verlassen musste. Ich hinterließ eine Kaution und das Versprechen in einer Woche mit allen Papieren wieder zurück zu kommen und das Auto abzuholen. Diese 24 Stunden verkürzten wahrscheinlich mein Leben um ein Jahr oder so. Allerdings kann ich nun sagen, was es bedeutet ein Auto von England zu exportieren..

Die darauf folgende Woche war ich zurück in Chelmsford, um das Auto abzuholen. Dieses Mal hatten wir unsere Hausaufgaben gemacht und alles verlief nach Plan. In Dave`s Augen waren Tränen zu sehen, als er mir den Schlüssel übergab und ich musste ihm versprechen gut auf das Auto aufzupassen. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man bei einem Autokauf die Schlüssel den Händen des Besitzers entreißen muss. Vielleicht übertreibe ich etwas, aber ich bin mir sicher, dass Dave seinen Landie vermissen wird.

Ich machte noch einen kleinen Zwischenstopp bei meiner Schwester Åse in Leicester und machte mich dann in Richtung der weißen Klippen von Dover und dem Festland auf. Es war ein großartiges Gefühl unser „Entdeckungsschiff“ in seine neue Heimat zu lenken. Auf dem Heimweg nach Deutschland lernte ich einige Dinge über Land Rover. Sie mögen vielleicht die besten Autos sein, um Afrika zu durchqueren, erweisen sich aber keineswegs als die ultimativen Autobahnschlitten. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von durchschnittlich 70 km/h und dem Lärmpegel eines tief fliegenden Düsenjets, kommt man nach 12 Stunden Fahrt ziemlich gerädert zu Hause an. Über den Mangel an Geschwindigkeit werden wir hinweg sehen können, aber das Bedürfnis einer Musikanlage im Auto muss beseitigt werden.

Außerdem habe ich gelernt, dass das Anschlussstück an der Antriebswelle bei Land Rovern manchmal den Geist aufgibt und es den Anschein macht und einem ein Fahrgefühl gibt, als ob einem gleich das gesamte Getriebe um die Ohren fliegt. Doch habe ich auch gelernt, dass dieses Problem ganz einfach und billig zu lösen ist. Denn wenn man keinen Allradantrieb benötigt, man in diesem Fall einfach die gesamte Antriebswelle abschraubt und sich mit 2WD Antrieb begnügt.

Ich glaube das sind alles Dinge, an die wir uns als neue Land Rover Besitzer gewöhnen müssen...

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